Fünf der 38 AfD-Kandidaten für die Landtagswahl in Thüringen sind Polizeibeamte. Die Gewerkschaft der Polizei fordert von ihnen eine Distanzierung von ihrem Spitzenkandidaten.

Im Oktober wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. In den vergangenen Wochen und Monaten haben deshalb alle Parteien ihre Kandidatenlisten zusammengestellt. So auch die rechte „Alternative für Deutschland“.

Insgesamt 38 Kandidaten hat die AfD für die Landtagswahl aufgestellt. Neben zahlreichen Rechtsanwälten und Gewerbetreibenden stehen insbesondere fünf Polizisten und ein Soldat auf der Kandidatenliste. Angeführt wird die Liste von dem Spitzenkandidaten für Thüringen und Vertreter des äußerst rechten Flügels der Partei, Björn Höcke.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und ihr Chef Oliver Malchow fordern nun, dass die AfD-Kandidaten, die als Polizisten einen Eid auf die Verfassung geschworen haben, sich von Björn Höcke und seiner innerparteilichen Fraktion dem „Flügel“ distanzieren sollen (Link).

„Jeder Beamte schwört auf die Verfassung. Dieser Eid verpflichtet, sich an Regeln zu halten. Er verträgt sich nicht mit Zweifeln des Verfassungsschutzes am rechtsnationalen ,Flügel‘ um Björn Höcke“, sagte Malchow dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Wie genau sich Malchow diese Distanzierung von Kandidaten einer Wahlliste von ihrem eigenen Spitzenkandidaten vorstellt, gab er nicht bekannt.

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