Die ArbeiterInnen der Post AG sollen nach einer Fusion mit der Unternehmenstocher Delivery nun gemeinsam arbeiten. Das sorgt für Ärger – auch, weil die Angestellten der Delivery-Firmen durchschnittlich einen 8 Euro geringeren Stundenlohn erhalten.

Wegen eines Sparprogramms der Deutschen Post soll die Paketzustellung von der Post und Delivery zukünftig gemeinsam erfolgen. Im Zuge dessen werden dort einige Verwaltungsstandorte gestrichen, an anderen werden Stellen gekürzt – hunderte Menschen verlieren dadurch ihre Anstellung. Aber auch für die Angestellten, deren Arbeitsplatz erhalten bleibt, bietet das Sparprogramm allen Grund zum Ärgern: Die Deutsche Post hat einen Haustarif, der ArbeiterInnen dort einen Stundenlohn bis zu 20 Euro sichert. Die Löhne bei Delivery orientieren sich hingegen am Logistik-Tarif: Pro Stunde werden die ArbeiterInnen dort mit circa 12 Euro deutlich geringer bezahlt.

Dass nach der Fusion KollegInnen nebeneinander die gleiche Arbeit verrichten, dabei aber dermaßen ungleich bezahlt werden, wird von Gewerkschaften kritisiert. „Diese Ungleichheit wird zu Unmut unter den Beschäftigten führen“, so Christina Dahlhaus von der Kommunikationsgewerkschaft DPVKOM. Derweil befürchten einige Angestellte der Post, dass letztlich doch „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ umgesetzt werden wird – allerdings durch eine Angleichung nach unten.