Eule wird wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchter Körperverletzung zu neun Monaten Jugendhaft verurteilt. Ihre Identität ist immer noch unbekannt.

Eule hat zur Zeit der Räumung im Hambacher Forst den Wald dort mit ihrer Hängematte besetzt. Aus eben dieser wurde sie herausgezogen und am Boden fixiert. Und weil sie sich währenddessen gewehrt haben soll, wurde sie nun zu neun Monaten Jugendhaft verurteilt. Die PolizistInnen sind sich einig, dass Eule sich gewehrt hat und dabei Körperverletzung beabsichtigte – nur inwieweit, darüber gehen die Schilderungen der als ZeugInnen Geladenen auseinander.

Aus diesem Grund plädierte die Verteidigung der Aktivistin auf Freispruch: »Kein Polizist war in der Lage, das Gleiche zu erzählen wie die Kollegen«. Des weiteren habe die Polizei nicht rechtmäßig gehandelt, nämlich keine „Vollstreckungsandrohung“ ausgesprochen. In diesem Fall sei es eines Jeden Recht, sich gegen Maßnahmen der Polizei zu wehren. Die taz spricht von kabarettistischer Stimmung im Gerichtssaal, als Eule und die 40 Menschen, die ihren Prozess begleitet haben, auf Richter Peter Königsfeld trafen – den Richter, der auch schon die Trommlerin aus dem Hambi zu neun Monaten Haft verurteilte.

»Dieses Urteil ist auch ein Verdienst der hier anwesenden Sympathisanten«, erklärte er.