Welthandel, Konsum, Investitionen – weltweit sehen Ökonomen die Zukunft so düster wie seit sieben Jahren nicht.

Das „Ifo-Barometer“ ist im ersten Quartal diesen Jahres von minus 2,2 auf minus 13,1 Punkte weiter gefallen. So schlecht wurde die Lage seit sieben Jahren nicht eingeschätzt. Der Wert basiert auf Einschätzungen von rund 1.300 Ökonomen aus 122 Ländern und wird alle drei Monate vom Münchener Institut für Wirtschaftsforschung erhoben. Er setzt sich zusammen aus Einschätzungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und dem Ausblick auf die Konjunkturentwicklung.

Dabei verschlechterte sich das Wirtschaftsklima insbesondere in den „fortgeschrittenen“ Volkswirtschaften. Vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der USA bereitet den Ökonomen Sorgen. doch auch in Europa zeigen die Werte nach unten, speziell die Konjunkturerwartungen für die Zukunft. Dies entspricht den Einschätzungen von EU-Kommission und auch der Bundesregierung. Das Ifo-Institut sieht Deutschland zwar noch nicht in der Rezession, aber stellt deutlich fest, dass sich die Wirtschaft im Abschwung befindet.

Bereits im dritten Quartal 2018 war die deutsche Wirtschaft geschrumpft. Auch wenn die letzten Zahlen noch nicht veröffentlicht wurden, sieht es danach aus, dass auch im letzten Quartal 2018 die Wirtschaft weiter nachgelassen hat. Ein Rückgang der Produktion im produzierenden Gewerbe im November von 1,3 und im Dezember von 0,4 Prozent deuten darauf hin. Sollte sich dies bestätigen, so befindet sich die deutsche Wirtschaft erstmals seit neun Jahren offiziell in einer Rezession.