Paul Manafort, der ehemalige Wahlkampfchef von Donald Trump, soll bei den Ermittlungen zur „Russland-Affäre“ während des Wahlkampfs Falschaussagen getätigt haben. Nun fordert der Chef der Sonderermittlungen Millionen Dollar Strafe und bis zu 24 Jahre Haft.

Paul Manafort ist der ehemalige Wahlkampfchef für den US-Präsidenten Trump. Er hatte eingewilligt, bei den Ermittlungen zur „Russland-Affäre“ zu kooperieren. Richterin Amy Berman Jackson hob diese Übereinkunft mit der Sonderermittlung auf: Manafort soll den ehemaligen FBI-Direktor und leitenden Ermittler der zuständigen Sonderermittlung Robert Mueller belogen haben.

Der aktuelle Vorwurf: Bevor er zum Chef des Wahlkampfmanagments für Trump wurde, soll er Kontakt zum russischen Geheimdienst gehabt haben und an geheimen Treffen zur Verschwörung gegen die USA teilgenommen haben. In darauf folgenden Ermittlungen soll er sich des Weiteren der Zeugenmanipulation schuldig gemacht haben.

Manafort wurde bereits in acht Anklagepunkten, die Steuer- und Bankenbetrug betreffen, verurteilt und hat sich in zwei weiteren Punkten, die eine geheime Verschwörung gegen die USA betreffen, schuldig bekannt.

Richard Gates, der zur Zeit der Wahlkampagne Manaforts Stellvertreter war, ist derselben Vergehen beschuldigt worden: Er bekannte sich schuldig sowohl zu den Vorwürfen der Verschwörung, wie auch zum Anklagepunkt, während der Ermittlungen Falschaussagen gemacht zu haben.