Laut der Statistik der Bundesärztekammer kommt jede/r achte Arzt oder Ärztin in Deutschland aus dem Ausland. Damit stieg die Zahl im letzten Jahr um 7,3 Prozent, ohne die ausländischen MedizinerInnen ist eine medizinische Versorgung in vielen Gebieten kaum mehr möglich.

„Gerade in ländlichen Regionen leisten Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, gegenüber der WirtschaftsWoche. Insgesamt arbeiten im Moment 392.402 ÄrztInnen in Krankenhäusern, Praxen oder anderen Einrichtungen, davon kommen 48.672 aus dem Ausland.

Fast die Hälfte der neuen Ärzte migriert

Die ÄrztInnen kommen überwiegend aus Polen, Ungarn, der Ukraine, Bulgarien, Griechenland und dem Balkan. Auch aus Rumänien, Syrien, Ägypten, Libyen und dem Iran kommen Fachkräfte. Im Jahr 2017 haben 1.771 MedizinerInnen einen Abschluss in ihrem Medizinstudium erhalten und im gleichen Jahr wurden 1.455 ausländische MedizinerInnen eingestellt. Sie arbeiten im ambulanten Sektor ca. 50 Stunden die Woche, im Krankenhaus sind Arbeitswochen von 60 – 80 Stunden keine Seltenheit.

Wo sind die deutschen ÄrztInnen?

Deutsche ÄrztInnen arbeiten eher in den USA, Österreich oder der Schweiz. Daher fordert die Ärztekammer bessere Bedingungen für ÄrztInnen und eine drastische Erhöhung der Studienplatzanzahl in Deutschland.

[paypal_donation_button align=“left“]