In der Hauptstadt sind heute 5.000 Menschen gegen automatische Filter in sozialen Medien und Apps auf die Straße gegangen. Sie fürchten Zensur und die Abschaffung des Internets, wie wir es bisher kennen.

In Berlin sind am Samstag rund 5.000 Menschen gegen die EU-Urheberrechtsreform und insbesondere die Einführung von „Upload-Filtern“ auf die Straße gegangen.  Die Demonstration zog vom Axel-Springer-Hochhaus am Justizministerium vorbei und hin zur Vertretung der Europäischen Kommission in der Nähe des Brandenburger Tores.
Aufgerufen zur Demonstration hatten unter anderem Chaos Computer Club, Digitale Gesellschaft e.V, Freischreiber e.V. und Heart of Code e.V..

https://twitter.com/ChangeGER/status/1101829144978096128

Die Reform des EU-Urheberrechts schreibt vielen Internetseiten und Apps vor, von Nutzerinnen und Nutzern hochgeladene Inhalte auf Urheberrechtsverletzungen zu prüfen. Dafür sollen nach Artikel 13 auch sogenannte „Upload-Filter“ zum Einsatz kommen.

Die Reform richte sich laut Aufruf der Organisationen gegen das „freie Netz“ in seiner bisherigen Form. Dieser bedrohe Memes, Youtube-Videos, Remixe und „all den Spaß, den viele so lieben“. Des weiteren sei auch der Journalismus bedroht: „Automatisierte Filter sind überhaupt nicht in der Lage, den Kontext von Inhalten einzuschätzen und daher sehr fehleranfällig“.

In ihrem Aufruf warnten die Organisatoren vor der Einführung einer „ Zensur- und Kontrollinfrastruktur“: „Was heute für die Durchsetzung von Urheberrechten genutzt wird, kann morgen schon für die Unterdrückung missliebiger politischer Meinung und Information genutzt werden.“

In der Vergangenheit hat es bereits Demonstrationen zum selben Thema gegeben, unter anderem in Köln.

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