AfD macht sich erneut mit Parlamentarischer Anfrage im Saarland lächerlich.

Immer wieder verbreitet die AfD von Lügen und erfundenen Zusammenhängen gespickte Informationen. Dazu gehört auch die Geschichte von ausländischen Messerstechern, die als Flüchtlinge ins Land „geholt“ wurden.

Da die AfD ihre Propaganda aber selbst glaubt, will sie diese auch durch die Verwaltungen und Ämter bestätigt sehen und stellt deshalb regelmäßig Anfragen zur Gewaltkriminalität im Bundestag und den Landtagen. So auch geschehen im vergangenen Jahr im Saarland.

Die AfD wollte wissen, welche Staatsangehörigen Straftaten mit Messern begangen haben. Das Ergebnis zeigt im Zeitraum Januar 2016 bis April 2018 1.490 Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten, bei denen Messern im Spiel waren, an. 842 Mal hatten die TäterInnen die deutsche Staatsangehörigkeit, 122 Mal die syrische, 94 Mal die eines EU-Landes und 36 Mal die afghanische. Hinzu kommen 289 Taten, bei denen die TäterInnen nicht ermittelt werden konnten.

Zwar sind in dieser Statistik syrische und afghanische Staatsangehörige relativ überrepräsentiert, für die AfD-Propaganda reichten die Zahlen aber scheinbar nicht aus. So schlug der AfD-Abgeordnete Rudolf Müller in einer Rede einfach die 289 nicht identifizierten TäterInnen den „Nicht-Deutschen“ zu, um damit seine Hetze gegen MigrantInnen untermauern zu können.

Doch auch das reichte nicht. Deshalb fragte die AfD weiter: Wie viele TäterInnen haben eine doppelte Staatsangehörigkeit? Und gibt es bei den deutschen Tatverdächtigen eine Häufung bei bestimmten Vornamen?

Tatsächlich befanden sich unter den 842 deutschen Tatverdächtigen ganze 14 mit einer doppelten Staatsbürgerschaft. Auch gab es eine bestimmte Häufung von Vornamen: Michael, Daniel, Andreas, Sascha, Thomas, Christian, Kevin, Manuel, Patrick und David waren die Top 10 der Messerstecher. – Sicher nicht die Antwort, die die AfD erwartet oder sich gewünscht hatte…

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