Nach drei Verhandlungsrunden und Warnstreiks haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber geeinigt: Über fast drei Jahre hinweg eine Erhöhung von 8 Prozent.

240 Euro mehr nach drei Jahren Laufzeit, das ist das Mindeste, das Pflegekräfte und LehrerInnen erwarten können. Der Tarifvertrag sieht vor, die Gehälter schrittweise zu erhöhen, im ersten Jahr um 3.2 Prozent, im zweiten erneut um 3.2 und zuletzt um 1.4 Prozent. Das soll rückwirkend ab dem 1.01.2019 geschehen und die Lohnerhöhung gleicht damit – wie üblich – die zu erwartende Inflation aus, viel mehr jedoch auch nicht.

Über die Situation von Menschen in Pflegeberufen wird derzeit viel diskutiert, unter anderem Pflegende und Lehrkräfte nutzen immer wieder social media, um über ihre Situation zu informieren. Unter anderem durch diese Öffentlichkeitsarbeit hatten der Streik und die Lohnerhöhung für LehrerInnen und Pflegende anscheinend einen hohen Rückhalt in der Bevölkerung. Zu den öffentlich Beschäftigten zählen auch PolizistInnen.

Neben dieser Mehrzahlung von mindestens 240 Euro sind einige berufsspezifische Zahlungen vorgesehen, Pflegekräfte bekommen zusätzlich 120 Euro mehr im Monat. Für LehrerInnen wird die sogenannte Angleichungszulage um 75 Euro auf 105 Euro erhöht.

Auch der Berufseinstieg in den öffentlichen Dienst der Länder soll attraktiver werden, hier werden die Einstiegsgehälter um 11 Prozent erhöht.