Bundeswehr übernimmt die Unfalluntersuchung allein, Wrackteile schlugen in der Nähe einer Kindertagesstätte ein.

Nach dem Absturz von zwei deutschen Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Montag laufen die Ermittlungen zur Unfallursache. Bei dem Absturz der beiden Kampfflugzeuge konnten sich zunächst beide Piloten aus den abstürzenden Maschinen durch die Betätigung des Schleudersitzes befreien, einer der beiden Piloten starb jedoch an den Folgen des Absturzes. Der zweite Pilot wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Bundeswehr untersucht die Abstürze

Laut dem Inspekteur der Luftwaffe werde die genaue Ursache für die Abstürze derzeit untersucht. Bisher sei klar, dass die beiden Flugzeuge zu nah beieinander geflogen seien und der Absturz durch eine Kollision verursacht worden sein soll. Die beiden Flugschreiber konnten mittlerweile geborgen werden und werden zur Zeit ausgewertet. Bis die genaue Ursache für dien Zusammenstoß geklärt ist, soll der Flugbetrieb der Eurofighter vom Bundeswehrstützpunkt in Laage bei Rostock eingestellt bleiben. Die Bundeswehr gab unterdessen bekannt, dass sie die Abstürze allein, ohne die Beteiligung ziviler Ermittler untersuchen werde.

Verbot von Luftkampfübungen über bewohnten Gebieten?

Nach dem Absturz in der Nähe der Kleinstadt Malchow an der Mecklenburgischen Seenplatte wurden Forderungen eines Verbots von militärischen Übungsflügen über bewohnten Gebieten laut. Mindestens eines der Wrackteile verfehlte beim Absturz eine Kindertagesstätte nur um rund 40 Meter. Die Linkspartei kritisierte die leichtsinnige Gefährdung von Menschenleben.

Die anhaltenden Skandale und Pannen bei der Bundeswehr reißen damit seit langem nicht ab. Vor fünf Jahren kam es zuletzt zu einem schweren Unfall bei einer Flugübung eines Eurofighters. Damals kollidierte das Kampfflugzeug mit einem zivilen Kleinflugzeug, das durch die Kollision abstürzte.