An den Demonstrationen und Aktionen von „Fridays for Future“ und „Ende Gelände“ beteiligten sich am Freitag mehr als 45.000 Menschen.

Aus mehr als einem dutzend Ländern waren die TeilnehmerInnen des internationalen Klimastreiks von „Fridays for Future“ nach Aachen angereist. Mehrere zehntausend Protestierende zogen in verschiedenen Demonstrationszügen in Form eines Sternmarsches zu einer gemeinsamen Abschlusskundgebung. Die VeranstalterInnen gehen von mindestens 40.000 TeilnehmerInnen aus. Während der Demonstration kam es zu mehreren Abseilaktionen von KletteraktivistInnen und einer Hausbesetzung. Beide Aktionsformen wurden jeweils durch Einschreiten der Polizei beendet.

Polizei versucht „Ende Gelände“-Aktionen zu sabotieren

Seit dem Morgen versuchten außerdem tausende AktivistInnen aus einem Klimaprotestcamp in Viersen zur Infrastruktur des rheinischen Kohlereviers zu kommen. In vier großen Demonstrationszügen liefen sie zahlreiche Kilometer, um zu den Bahnhöfen der nächstgelegenen Städte zu kommen. Da die Polizei den gesamten Zugverkehr in Viersen stoppte, zog ein Teil der AktivistInnen zu Fuß weiter bis nach Mönchengladbach. Sie versuchen weiterhin, in die Nähe der Tagebaue bzw. der Kohlekraftwerke zu gelangen.

Klimaziele sind nichts für die EU

Auch beim EU-Gipfel in Brüssel ging es heute um das Thema Klima. Bei stundenlangen Diskussionen konnten sich die EU-Staaten jedoch nicht auf eine verbindliche Festlegung neuer Klimaziele bis in das Jahr 2050 einigen. Insbesondere wurde kein Datum für den Umbau hin zu einer „klimaneutralen Wirtschaft“ festgelegt. Am Ende wurde das Thema dementsprechend aus der Abschlusserklärung des Gipfels gestrichen. Im Text kommt nun nur noch das Bekenntnis zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens vor.