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Daimler und BASF kündigen massive Gewinn- und Umsatzeinbrüche an

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Zahlreiche deutsche Großunternehmen korrigieren ihre Umsatzerwartungen für das Jahr 2019 drastisch nach unten oder müssen gar massive Umsatzeinbrüche vermelden wie nun Daimler und BASF.

Die dunklen Wolken, die seit Monaten über der deutschen Wirtschaft aufziehen, entwickeln sich so langsam zu einem stärkeren Gewitter. Auch wenn die Bundesregierung und das Bundeswirtschaftsministerium nicht müde werden zu betonen, dass es der deutschen Wirtschaft gut gehe und alle negativen Nachrichten nur auf sogenannte „Sondereffekte“ zurückzuführen seien, kündigen immer mehr deutsche Firmen Gewinnwarnungen und Umsatzrückgänge an.

BASF: 30% Gewinnrückgang

Der Chemiekonzern BASF senkt nach einem sehr schwachen zweiten Quartal im Jahr 2019 seine Prognose für das Gesamtjahr 2019 massiv ab. Allein im zweiten Quartal sank der Umsatz des Unternehmens um 4%. Der Konzern geht von einem operativen Gewinnrückgang (vor Abzügen von Steuern und Zinsen) für das Jahr 2019 von bis zu 30% aus.

Zuvor war der Konzern von einem Anstieg des Gewinns zwischen 1-10% und einem Anstieg des Umsatzes von bis zu 5% ausgegangen. Als Grund für den massiven Rückgang werden die Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und der Industrieproduktion, sowie die anhaltenden Handelskonflikte genannt.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) geht mittlerweile von einem Umsatzrückgang der Branche von rund 3% für das Jahr 2019 aus. Die Produktion der Chemieindustrie wird dabei vermutlich um rund 4% zurück gehen.

Wie es zu einer großen Wirtschaftskrise kommt

Daimler: 1,6 Milliarden Euro Verlust in den letzten drei Monaten

Auch für den deutschen Autohersteller Daimler sieht es düster aus. Nach einem operativen Gewinn von 2,6 Milliarden Euro im ersten Quartal rutschte das operative Ergebnis im zweiten Quartal auf 1,6 Milliarden Euro Verlust ab.

Daimler hatte im laufenden Jahr bereits mehrfach seine Gewinnziele für das Jahr 2019 nach unten korrigiert. Zuletzt mehrmals hintereinander innerhalb weniger Wochen. Eigentlich rechnete der Konzern für 2019 mit einem leichten Gewinnzuwachs, nun versucht man, wenigstens die Gewinne aus dem letzten Jahr zu halten. Ob dies gelingt, bleibt weiterhin fraglich. Auch bei den Zulieferern der Autoindustrie machen sich bereits Auswirkungen bemerkbar.