Rauchen ist nicht nur teuer, es schadet auch der Gesundheit. So sterben jedes Jahr etwa acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Ein aktueller Bericht der WHO (World Health Organisation) liefert Zahlen und fordert zum Handeln auf.

Der Anteil der RaucherInnen unter der Weltbevölkerung sinkt. Jedoch leben heute mehr Menschen denn je auf der Erde, was die Zahlen etwas verzerrt. Weltweit bleibt die Zahl der RaucherInnen mit 1,1 Milliarden relativ konstant. Dabei verursacht der Tabakkonsum gesellschaftlich große Schäden.

So sterben jedes Jahr etwa acht Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens – davon über eine Million an den Folgen von Passivrauchen. Die WHO schätzt den wirtschaftlichen Schaden durch Gesundheitskosten und Arbeitsausfälle auf rund 1,3 Billionen Euro (1,4 Billionen Dollar) im Jahr.

Rauchen in Deutschland

In Deutschland ist über die letzten zwanzig Jahre die Zahl der verkauften Zigaretten spürbar zurück gegangen. Im Jahr 2000 wurden rund 140 Milliarden Zigaretten verkauft, während es im letzten Jahr nur etwa 74 Milliarden Zigaretten waren.

Trotzdem bleibt die Anzahl der täglichen RaucherInnen in Deutschland mit etwa 15 Millionen sehr hoch. Dabei rauchen Männer mit circa 29 Prozent wesentlich häufiger als Frauen.

WHO: Mehr Hilfe für RaucherInnen und weniger Werbung

Das Rauchen fordert auch in Deutschland ein großes Opfer. Es sterben jährlich etwa 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens – darunter 3.000 Passivraucher. Nicht nur deswegen schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab.

Die WHO-Expertin Kerstin Schotte bemängelt vor allem fehlende Versorgung durch die Krankenkassen: „Allerdings wird die Nikotinersatztherapie, die den Rauchern sehr hilft bei der Entwöhnung, bisher noch nicht konsequent und systematisch von allen Krankenkassen übernommen. Das müsste auch in Deutschland noch verbessert werden“.

Das Angebot der Kassen soll RaucherInnen durch telefonische Beratung, Online-Dienste und mehr Unterstützung durch die Hausärzte beim Aufhören unter die Arme greifen.

Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland auch bei der Tabakwerbung schlecht ab. Schotte fordert in diesem Zusammenhang unattraktive und neutrale Einheitsverpackungen für Tabakwaren, die mit Warnhinweisen versehen sind.