Die Weltwirtschaft gerät ins Wanken. Das zeigt sich auch beim Deutschen Aktienindex (DAX). Schwere Verluste gibt es besonders in der Chemie-, der Chip- und der Automobilindustrie. Auch die Handelskonflikte spitzen sich zu.

Gestern war ein sehr verlustreicher Tag für AnlegerInnen. Der deutsche Aktienindex (DAX) fiel um 3,11 Prozentpunkte, wobei fast alle gelisteten Konzerne ein Minus verzeichneten. Der Wochenverlust ist besonders verheerend: Der Rückgang von rund 5,5% ist der größte seit fast einem Jahr. Besonders hart traf es die Chip-, die Chemie- und die Automobilbranche.

Europaweit verloren die 50 großen börsennotierten Unternehmen rund 3,26%. Dabei sackten die Aktienkurse an den Börsen von Paris und London auch kräftig ab. Um die krisenhafte Entwicklung der Märkte etwas einzudämmen, verfolgt die europäische Zentralbank (EZB) schon seit längerem eine Niedrigzinspolitik. Diese sorgt dafür, dass durch billige Kredite die Wirtschaft künstlich am Leben gehalten wird.

Die Investoren sehen die Risiken und suchen zunehmend nach sicheren Anlagehäfen für ihr Geld. Ein beliebtes Mittel dafür sind die Staatsanleihen, die als sehr sicher gelten. Das widersprüchliche hierbei: Staatsanleihen haben mittlerweile einen Negativzins von 0,5%. Das bedeutet, dass man für 1000€, die man anlegt, nach der Ablaufzeit nur 995€ zurückbekommt. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass die Investoren mit noch größeren Verlusten rechnen, wenn sie ihr Geld bei den Konzernen anlegen.

Strafzölle gegen China

So wie in Deutschland kam es auch an der US-amerikanischen Börse zu großen Verlusten. Im Zusammenhang dazu stehen auch die Senkung des US-Leitzinses um 0,25% und die angekündigten Zölle auf Waren aus China.

US-Präsident Trump verkündete am Donnerstag neue Zölle auf chinesische Waren. Sie sollen im September in Kraft treten und einem Warenwert von rund 300 Milliarden $ entsprechen. Die chinesische Regierung kündigte Gegenmaßnahmen an.


Wir schreiben für Perspektive – ehrenamtlich und aus Überzeugung. Wir schalten keine Werbung und nehmen kein Geld von Staat oder Konzernen an. Hilf' uns dabei, unseren unabhängigen Journalismus zu erweitern: mit einer einmaligen Spende, einem regelmäßigen Beitrag bei Paypal, Steady oder am besten als Mitglied in unserem Förderverein.