Die USA haben nach eigenen Angaben eine gegen den Iran gerichtete militärische Operation in der Straße von Hormus gestartet. Die eingesetzten Militärschiffe sollen die Seestraße für den internationalen Ölhandel freihalten.

Lange wurde über eine mögliche internationale Militärmission in der Straße von Hormus diskutiert. Nun haben die USA eine solche nach eigenen Angaben bereits begonnen. Dies teilte der US-amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper mit. Der Minister machte jedoch keine Angaben, wie viele Schiffe und Soldaten an der Mission beteiligt sind.

Ziel der Mission mit dem Namen „Operation Sentinel“ (Operation Wächter) sei es, den Schutz des Schiffsverkehrs sicherzustellen und „Provokationen zu verhindern und einen Konflikt in der Region zu vermeiden“, so Esper. Der Verteidigungsminister bestreitet zudem, dass es die USA auf einen Konflikt mit dem Iran angelegt haben.

An der Militärmission sind neben den USA auch die Streitkräfte von Großbritannien, Australien und Bahrain beteiligt. Die USA werben weltweit um weitere Unterstützung. Esper geht davon aus, dass sich der Militäroperation weitere Staaten anschließen werden. Während Polen seine Unterstützung in den vergangenen Wochen bereits mehrfach zugesichert hat, stehen die meisten anderen europäischen Staaten der Mission eher skeptisch gegenüber. Eine Beteiligung Deutschlands, wie sie von den USA gefordert wurde, hat die deutsche Bundesregierung abgelehnt.

Die Diskussion über eine militärische Operation in der Straße von Hormus war aufgekommen, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran massiv zugespitzt hatten. Dabei setzten die beiden Staaten jeweils verschiedene Tankschiffe fest und die USA beschuldigten den Iran, für Angriffe auf zwei weitere Tankschiffe verantwortlich zu sein.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Militärmission nicht die Situation in der Region noch weiter verschärfen und Ausgangspunkt für eine weitere Eskalation zwischen den beiden Staaten sein wird.