Seit 2011 ist Adam Farkas Geschäftsführer der Europäischen Bankenaufsicht. Nun soll er als Bankenlobbyist bei AFME die Interessen von Konzernen wie Black Rock, der Deutschen Bank und weiteren vertreten.

Seit Gründung der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ist Adam Farkas deren Geschäftsführer. Die EU-Behörde legt Richtlinien fest, nach denen Bankenaufsicht funktionieren soll und hat die Aufgabe zu kontrollieren, ob die Aufsicht auch entsprechend stattfindet. „Krisenprävention“ soll eine zentrale Funktion der Behörde sein.

Die AFME hingegen ist ein Lobby-Verband. AFME steht für „Association for Financial Markets in Europe“. Zu ihren Partnern zählen internationale Großbanken, Versicherungen wie die Allianz oder AXA und zahlreiche weitere marktführende Großunternehmen. Auch die Vermögensverwaltung Black Rock ist Teil der AFME.

Für die Europäische Bankenaufsicht gibt es bisher keine Mindestdauer, wie lange Menschen aus ihrem politischen Amt raus sein müssen, bevor sie in privatwirtschaftliche Unternehmen wechseln. Gleichzeitig mit der Kritik am raschen Wechsel von Farkas wird die Forderung nach einer solchen Karenzzeit laut. Diese Wartezeit soll allem voran das Image der EU-Institutionen bewahren.

Denn aktuell hat Adam Farkas natürlich Zugriff auf eine Vielfalt sensibler Dokumente, die für den Lobbyverband zwar überaus nützlich, aber eigentlich unzugänglich sind. Bis zum Jahr 2021 läuft sein Vertrag mit der EBA.