Der Strompreis für Privatkunden ist im vergangenen Jahr besonders stark angestiegen und liegt so hoch wie noch nie. Auch die Gaspreise sind gestiegen. Ein Ende des Preisanstiegs ist nicht in Sicht. 

Der Strompreis für Privathaushalte ist in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Berechnungen der Bundesnetzagentur.

Demnach müssen Kunden aktuell mehr als 30 Cent pro Kilowattstunde bezahlen. Der Durchschnittspreis habe am 1. April bei 30,85 Cent gelegen, und damit fast ein Cent höher als im Vorjahr: Am 1. April 2018 lag der Durchschnittspreis noch bei 29,88 Cent. Der Preisanstieg um fast 3,3 Prozent ist der stärkste in den vergangenen Jahren.

Auch Gas wird teurer

Auch der Gaspreis ist gestiegen, und das zum ersten Mal seit 2014. Der Durchschnittspreis sei um 4,5 Prozent auf 6,34 Cent pro Kilowattstunde geklettert. Weitere Erhöhungen werden befürchtet: Laut dem Vergleichsportal Verivox haben bis jetzt 40 örtliche Gasversorger für September, Oktober und November Preiserhöhungen angekündigt. Auch bei den Großhandelspreisen für Strom wird dem Energieunternehmen RWE zufolge mit einem Anstieg gerechnet.

Verbraucherschützer kritisieren die Energieunternehmen für deren Preispolitik. Diese würden steigende Preise an der Strombörse deutlich schneller an die Verbraucher weitergeben als fallende Preise: „Bei sinkenden Beschaffungspreisen müssen die Kunden oft jahrelang warten, bis diese Entwicklung auf ihrer Rechnung ankommt. Steigen die Preise, haben sie dagegen schnell Post vom Versorger im Briefkasten oder im Mail-Postfach“, zitiert das Handelsblatt den Energieexperten der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding.