Mehr als 500 Finanzkonzerne und GroßinvestorInnen haben sich unter dem Namen „The Investor Agenda“ zusammengeschlossen und fordern drastische Klimaschutzmaßnahmen. Sie bangen um zukünftige Profite, die durch den Klimawandel geschmälert werden könnten.

Die Großkonzerne fordern von den nationalen Regierungen und der UN unter anderem, Kohlekraftwerke abzuschalten und Subventionen für fossile Brennstoffe einzustellen. Ebenso sollen der Ausstoß von CO² mit einem „bedeutenden“ Preis belegt und private Investitionen in CO²-arme Produktion subventioniert werden.

Zu den – sich nun als Umweltschützer darstellenden – Unternehmen gehören unter anderem der Allianz-Konzern, die Vermögensverwaltungsabteilungen der Deutschen Bank und der Volksbanken, die DWS Group, Munich Re sowie die internationalen Großbanken BNP Paribas die UBS und Union Investment. Auch einige der großen Pensionsfonds sind Teil der Initiative. Zusammen sollen die beteiligten Unternehmen rund 35 Billionen US-Dollar verwalten. Diese Summe ist fast zehn Mal so hoch die die jährliche Wirtschaftsleistung Deutschlands.

Die Unternehmen fordern also eine Umverteilung von Geldern. Die arbeitende Bevölkerung soll durch die CO²-Steuer zur Kasse gebeten werden und gleichzeitig soll über Steuergelder der Umstieg auf CO2-arme Produktion finanziert werden.

„Staaten und Unternehmen, die (…) eine starke Klima- und Energiepolitik mit geringem CO²-Ausstoß beschließen, werden bedeutende wirtschaftliche Vorteile haben und Investitionen anziehen, die Arbeitsplätze in den Industrien der Zukunft schaffen werden“, prognostizieren die 515 Investoren in einem gemeinsam veröffentlichten Aufruf.

Damit stellen die Unternehmen klare Forderungen an den am 23. September in New York stattfindenden UN-Klimagipfel.