Seit Mittwoch laufen die Ermittlungen im Fall der in Großbritannien in einem LKW gefundenen 39 Leichen. Nun wurden zwei weitere Festnahmen gemeldet. Neben dem Fahrer wurden ein Mann und eine Frau verhaftet. Ihnen wird Menschenhandel sowie Totschlag in 39 Fällen vorgeworfen.

Noch sind die Todesumstände nicht abschließend geklärt. Die ersten 11 Leichen der Opfer wurden bereits am Donnerstag in eine Klinik zur Obduktion gebracht. In der nächsten Zeit werden auch die übrigen Leichen untersucht werden. Nach diesem schrecklichen Fund rechnen Experten mit lange andauernden Untersuchungen. Trotzdem gibt es erste Vermutungen über die Todesursache. Da das Modell des LKW-Sattelalufliegers üblicherweise zum Kühlen benutzt wird, rechnet man mit Unterkühlung oder Ersticken als Todesursache. Bis diese allerdings endgültig geklärt ist, wird noch etwas Zeit vergehen.

Das Verhör des LKW-Fahrers dauert außerdem noch weiter an. Allem Anschein nach sind die Opfer chinesische ArbeiterInnen, die auf der Suche nach Arbeit nach Großbritannien kamen. Auch wenn der Container über Belgien nach Großbritannien gelangte, ist noch nicht bekannt, wo die Menschen eingestiegen sind. Üblicherweise werden solche Kühlcontainer versiegelt geliefert. Das lässt darauf schließen, dass sie schon viel früher darin waren.

Am Donnerstag hatten das chinesische Außenministerium sowie die britische Polizei mitgeteilt, dass die tot aufgefundenen 8 Frauen und 31 Männer alle aus China stammten. Allerdings meldete sich am Tag darauf die chinesische Botschaft in London zu Wort und sagte, die Nationalitäten der Opfer seien doch noch unklar. Ein Team der Botschaft wird jetzt die Polizei treffen, um das zu klären.

Bisher gibt es mehr Ungereimtheiten als klare Fakten in dem Fall.