Auf der ganzen Welt brachten Menschen ihre Solidarität mit dem Widerstand in Rojava zum Ausdruck. Von kleinen deutschen Dörfern bis zum Flughafen von San Francisco protestierten Unzählige gegen den Angriffskrieg der Türkei.

Allein in Deutschland waren mehr als 100.000 Menschen auf den Straßen. Viele von ihnen beteiligten sich an den lauten und kämpferischen Demonstrationen, zu denen Menschen aus allen Bundesländern anreisten. Allein in Köln waren 10.000 auf der Straße. Dort kam es schon im Vorfeld zu willkürlichen Polizeikontrollen und Gängelungen, außerdem zum Einkesseln von Anreisenden. Ebenso in Stuttgart, wo weit über 1.000 TeilnehmerInnen ihre Solidarität mit Rojava demonstrierten: dort wurden Hunderte durch die Polizei eingekreist, es gab vorübergehende Festnahmen.

In Berlin waren fast 4.000 Menschen auf der Straße. Wie in vielen anderen Städten sollte dort eine Brücke blockiert werden. Allerdings setzte die Polizei Tritte und Faustschläge ein, um diese Blockade zu verhindern.

Andernorts gelang es den AktivistInnen aber, zentrale Knotenpunkte zu besetzen. Beispielsweise blockierten in Frankfurt rund 70 Personen die Friedensbrücke, während 6.000 Menschen die Demonstration durchführten.

Blockaden weltweit

Auf der ganzen Welt blockierten AktivistInnen die Flughafen-Gates türkischer Airlines. Unter anderem in Kopenhagen schalteten Menschen für beinahe eine Stunde verschiedene Punkte des Flughafens aus, ebenso in Nürnberg. In Basel blockierten einige das Bankenviertel und beklagten die Schweizer Banken, die den Krieg mitfinanzieren, bevor 600 Personen eine Demonstration begannen.

In San Francisco verstellten AktivistInnen ebenfalls das Gate eines Flugs nach Istanbul. Nach erfolgreicher Blockade tanzten sie dort den „Halay“ im Wartebereich und brachten so ein Stück der kurdischen Widerstandskultur in die USA.

Kämpferische Fan-Kurven

Fans des FC St. Pauli organisierten eine Choreographie, bei der sie viele Meter des Millerntor-Stadions von Hamburg in die kurdischen Flaggenfarben Grün, Rot, Gelb tauchten. Auch AnhängerInnen des SV Werder Bremen präsentierten ein Banner mit der Aufschrift „Bijî Berxwedana Rojava!“ – „Es lebe der Widerstand in Rojava!“