In den vergangenen Tagen ist es zu zahlreichen Angriffen auf Demonstrationen in Solidarität mit der Bevölkerung in Nordsyrien/Rojava gekommen. Die Angriffe und Provokationen gingen von türkischen Nationalisten und der deutschen Polizei aus.

Bereits am vergangenen Montag wurde in Herne eine kurdische Demonstration aus einem türkischen Café heraus angegriffen. Augenzeugen berichten von Flaschen und Gläsern, die aus dem Café heraus gezielt auf DemonstrantInnen geworfen wurden. Im Anschluss folgten Auseinandersetzungen zwischen den sich im Café verschanzenden türkischen Nationalisten und TeilnehmerInnen der kurdischen Demonstration. Am gleichen Tag provozierten türkische Nationalisten auch die Solidaritätsdemonstrationen in Recklinghausen und Gelsenkirchen.

Der Anmelder der Demonstration, Peter Weispfennig (MLPD), beschreibt in einer Pressemeldung das Vorgehen der Polizei als einseitig gegen die kurdischen DemonstrantInnen gerichtet, die sich gegen die Angriffe verteidigten.

Am Mittwoch Abend kam es dann zeitgleich zu  Angriffen und Provokationen gegen kurdische Demonstrationen in Köln, Lüdenscheid und Bottrop.

Als sich in Bottrop eine größere Gruppe türkischer Faschisten der kurdischen Demonstration entgegenstellte, kam es zu verbalen Provokationen und Angriffen mit Steinen und Flaschen. Die Polizei kesselte daraufhin die kurdischen DemonstrantInnen, unter denen es einige Verletzte gab, über Stunden ein.

Auch in Lüdenscheid wurde die Proteste von türkischen Nationalisten gestört. Bei dem anschließenden Aufeinandertreffen von Nationalisten und DemonstrantInnen gab es zahlreiche Verletzte.

In Köln ging die Polizei nach einem Angriff eines einzelnen türkischen Faschisten massiv gegen die DemonstrantInnen vor. Dabei wurde ein kurdischer Demonstrant bewusstlos geschlagen. JournalistInnen, welche die Polizeiarbeit dokumentieren wollten, wurden von der Polizei an ihrer Arbeit gehindert und durch diese bedroht.