Immer mehr Autozulieferer schließen ihre Werke in Sachsen. Nach Continental folgt nun Voith. Mehrere hundert ArbeiterInnen werden ihre Arbeitsplätze verlieren. 

Die MitarbeiterInnen des Technologie-Konzerns Voith sind sauer, denn der Konzern will zwei Werke in Zschopau (Sachsen) und Sonthofen (Bayern) schließen. Für 230 MitarbeiterInnen heißt das, dass sie ab nächstem Jahr keine Arbeit mehr haben werden. Weitere 370 Jobs werden bis Ende 2020 in andere Städte ausgelagert.

Der Konzern begründet seine Entscheidung mit der Wettbewerbsfähigkeit. Diese könne nur weiterhin gewährleistet werden, wenn die Standorte geschlossen und die größeren Werke zu Höchstleistungen wirtschaften würden. Bei der Abfindung der MitarbeiterInnen will der Konzern eine „sozialverträgliche Umsetzung“ herbeiführen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen bereits jetzt an, dass persönliche Härtefälle nicht ausgeschlossen werden könnten.

In letzter Zeit haben die Zulieferer der Autoindustrie immer größere wirtschaftliche Probleme, die sie zum Sparen oder sogar Aufgeben zwingen. Ob Neue Halberg Guss, Mitec, Continental oder eben Voith – bei all diesen Einsparungen sind die Arbeitsplätze der Arbeiter und Arbeiterinnen gefährdet.