Aktivistinnen blockierten in den frühen Morgenstunden die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Mit einem Transparent forderten sie ein Ende der Kooperation mit dem türkischen Militär.

Rund 20 Aktivistinnen des Hamburger Komitees „Women Defend Rojava“ haben heute am frühen Morgen den Zugang zur Führungsakademie der Bundeswehr in der Hansestadt blockiert. Auf einem Transparent, das die Gruppe vor die Zufahrtsstraße spannte, war zu lesen: „Keine Kooperation mit der Türkei“.

In einer Erklärung schrieben die Frauen als Begründung: „Offizier*innen und Soldat*innen der deutschen Bundeswehr bilden immer noch türkische Soldat*innen aus und schulen sie in möglichst schneller und günstiger Kriegsführung. Die Bundeswehrakademie nimmt dabei als „Wissensstandort“ eine erhebliche Bedeutung ein. Trotz des offensichtlich völkerrechtswidrigen Angriffskriegs der Türkei gegen Nordostsyrien sowie klaren Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen liefert die deutsche Regierung weitere Waffen, gibt militärische Ausbildung und kooperiert eng mit der türkischen Armee.“

Die Aktion reiht sich ein in eine ganze Reihe von Besetzungs- und Blockadeaktionen in vielen Städten Deutschlands.

„Auf Kosten von Menschenleben wird der Profit maximiert. Aus historischer und aus aktueller Verantwortung müssen sofort alle Beziehungen zur und jede Kooperation mit der Türkei eingestellt werden. Gegen Krieg! Für Frieden! Gemeinsam aufstehen gegen Aufrüstung, Militarismus und Kriegspropaganda“, so die Pressesprecherin des Women Defend Rojava-Komitees.