Durch gezielte Hausdurchsuchungen hat die italienische Polizei eine bewaffnete faschistische Gruppe auffliegen lassen. Diese hatte das Ziel, eine „Nationalsozialistische Arbeiterpartei Italiens“ zu gründen und Anschläge zu verüben.

In den vergangenen Monaten kam es in verschiedenen Teilen Italiens immer wieder zu großangelegten Hausdurchsuchungen bei Faschisten. Bei ihnen wurden immer wieder große Waffenlager ausgehoben. Dabei handelte es sich unter anderem auch um Kriegswaffen und eine Rakete.

Nun hat die Polizei bei Hausdurchsuchungen am 12. November bei 19 Verdächtigen in verschiedenen italienischen Städten erneut zahlreiche Waffen sowie faschistische Propagandamaterialien beschlagnahmt.

Alle Verdächtigen teilten denselben ideologischen Fanatismus und arbeiteten an der Schaffung einer ausländerfeindlichen und antisemitischen Bewegung mit dem Namen „Nationalsozialistsche Arbeiterpartei Italiens“, heißt es in der Pressemitteilung der italienischen Polizei. Bei den Durchsuchungen seien auch das Parteiprogramm und Logo der zukünftigen faschistischen Partei sichergestellt worden. Die Gruppe soll zudem bereits über internationale Kontakte zu Combat 18-Ablegern verfügt haben.

Aus der digitalen Kommunikation innerhalb der Gruppe gehe außerdem hervor, dass die Neonazis Waffen und Bomben zur Verfügung hätten und planten, sie bei Anschlägen etwa auf Moscheen einzusetzen. Laut verschiedener Medienberichte soll es bereits konkrete Anschlagspläne gegeben haben. Über das Internet und Soziale Medien sollen die Verdächtigen zudem bereits Anhänger für ihre Partei rekrutiert haben.

Unter den ihnen soll sich auch ein Mitglied der kalabrischen Mafia „Ndrangheta“ befinden. Sie gilt als eine der mächtigsten kriminellen Organisationen im weltweiten Drogenhandel. Bei dem Mitglied handele es sich um einen ehemaligen Informanten der Polizei, der bereits der neofaschistischen Organisation „Forza Nuova“ angehört hatte.