Für kommenden Freitag ruft die Aktion gegen Arbeitsunrecht zu einem Aktionstag gegen die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und Solidarität mit den dort Beschäftigten auf.

Die Vorweihnachtszeit ist die umsatzstärkste Zeit des Jahres für den Einzelhandel. Gleichzeitig steigt damit der Stress und Druck auf die mehr als 3,1 Millionen dort beschäftigten ArbeiterInnen nochmals enorm an. Aus diesem Grund findet am Freitag den 13. Dezember ein bundesweiter Aktionstag gegen die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel statt.

Die Aktion gegen Arbeitsunrecht kritisiert dabei unter anderem die besonders geringen Löhne, die oftmals mit Hartz IV aufgestockt werden müssen und direkt in die Altersarmut führen. Ebenso stehen zersplitterte Arbeitszeiten, Arbeit auf Abruf sowie Kettenbefristungen, Werkverträge, Leiharbeit und Teilzeitverträge am Pranger des Aktionstags.

Unfassbarer Reichtum und Armut

Die Initiative macht zudem darauf aufmerksam, dass die starke Ausbeutung der Beschäftigten im Einzelhandel und die dadurch vorherrschende Armut zu unvorstellbarem Reichtum bei den Eigentümerfamilien führe. Allein in Deutschland sind unter den zehn reichsten Deutschen vier Familien aus dem Einzelhandelsgeschäft. Dazu gehören die Besitzer von Aldi, Lidl und des Einkaufszentren-Betreibers ECE.

Schwarzer Freitag – Jetzt schlägt’s 13!

Seit dem Jahr 2015 organisiert die Initiative „aktion ./. arbeitsunrecht“ in den Monaten, in denen der 13. auf einen Freitag fällt, bundesweite Proteste gegen „Horror-Jobs“. In den vergangenen Jahren waren unter anderem die Firmen Neupack, KiK, Toys R‘ Us, Madian, H&M, Deliveroo, Real und Tönnies aufgrund der dort vorherrschenden Arbeitsbedingungen Ziel der Proteste.


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