Vom morgigen Montag um 0 Uhr bis zum Mittwoch um 24 Uhr wird das Kabinenpersonal der Lufthansa–Tochter Germanwings streiken – für bessere Arbeitsbedingungen, höheres Gehalt und einen Plan für die baldige Verschmelzung vom Germanwings- und Eurowings-Flugbetrieb.

Für 72 Stunden werden die FlugbegleiterInnen zum Jahreswechsel ihre Arbeit niederlegen, die Flugbegleitergewerkschaft UFO (Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V.) ruft zu dem Streik auf. Sie fordern höheres Gehalt, höhere Spesen, mehr Schichtzulagen und eine gute Altersvorsorge. Vor allem geht es in den Tarifverhandlungen um Teilzeitarbeit und die Übernahme von Saisonkräften. Auch soll die Fluggesellschaft Germanwings, die im Moment noch mit 30 Flugzeugen und 1.400 ArbeiterInnen für die Marke Eurowings – ebenfalls Lufthansa-Tochter – unterwegs ist, einen konkreten Plan für die Übernahme der ArbeiterInnen erstellen. Die FlugbegleiterInnen fürchten, bei den Änderungen ihren Job zu verlieren.

Erfüllt die Lufthansa die Forderungen nicht, so ein UFO–Sprecher, würden nach dem 2. Januar weitere Lufthansa-Töchter bestreikt sowie die Lufthansa selber. Die Streiks sollen in diesem Fall noch länger andauern.

Auch im Oktober und im November wurde Lufthansa von UFO bestreikt. Seit mehreren Monaten streiten also UFO und Lufthansa schon, konnten aber noch keinen Tarifvertrag abschließen. Lufthansa hatte schon zwei ehemalige Vorsitzende der Gewerkschaft verklagt und zweifelt an, dass die Gewerkschaft überhaupt Tarifverhandlungen führen dürfe. Es scheint, als wolle Lufthansa lieber mit der moderateren ver.di in Tarifverhandlungen gehen.