Im Allgäuer Durach wurde am 1. Januar in der Wohnung eines 59-jährigen Mannes ein Waffenarsenal sichergestellt. Trotz Nazi-Symbolik auf einigen Waffen bestehe laut Polizei keine Nähe zur extremen Rechten.

Die Pressemitteilung zum Fall wurde durch die Behörde erst am 7. Januar veröffentlicht. In dem Waffenlager wurden demnach viele verschiedenartige Waffen gefunden. Darunter waren eine scharfe Pistole, deren Besitz dem Mann aufgrund eines fehlenden Waffenscheins nicht gestattet war. Zudem wurde Munition, mehrere Stichwaffen und Messer, zwei Luftgewehre und eine Luftpistole, sowie zwei Schreckschusswaffen gefunden. Die Herkunft der Waffen konnte laut Polizei noch nicht festgestellt werden.

Die Allgäuer Zeitung gibt mit Bezug auf die Kemptener Polizei, die den Einsatz durchführte, an, es gehe keine Gefährdung für Dritte aus. Deshalb sollen alle nicht waffenscheinpflichtigen Waffen an den Mann zurück gegeben werden – auch die Messer mit der Nazi-Symbolik. Nach der Beschlagnahmung seiner Waffen wurde er lediglich aufgrund eines „psychischen Ausnahnezustands“ in ärztliche Obhut gebracht.

Die Polizei bekräftigte unterdessen erneut, dass der Verwendungszweck der Waffen nicht bekannt und der Besitzer derselben kein Rechtsextremer sei. Es handele sich bei ihm lediglich um einen „Sammler entsprechender Gegenstände“.