Frankreich besitzt laut Friedensforschungsinstitut SIPRI rund 300 Atomsprengköpfe, die drittmeisten auf der Welt. Nur Russland und die USA verfügen über noch mehr. Der stellvertrende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Johann Wadephul, meldet nun Interesse an, sich am französischen Nuklearprogramm zu beteiligen.

Im Tagesspiegel sagte Wadephul, Deutschland müsse bereit sein, mit eigenen Kräften und Mitteln an der „atomaren Abschreckung“ Frankreichs teilzunehmen. Dafür könne Frankreich die Waffen wiederum unter ein gemeinsames Kommando von NATO und Europäischer Union stellen, was eine deutsche Mitbestimmung garantieren würde.

Dem CDU-Fraktionsvize zufolge könne Macron diesem Vorschlag durchaus grünes Licht geben. Schließlich habe dieser ja immer für „mehr Europa“ appelliert und solle seinen Willen nun beweisen. Außerdem würde nationales Denken die EU nicht sicherer machen.

Dennoch mache er, Wadephul, sich keine Illusionen und wisse um die Schwierigkeiten, die die Durchführung dieses Vorschlages bedeuten könnte. Es sei jedoch eine Realität, dass die BRD eine „nukleare Abschreckung benötige“. Es sei demzufolge „in deutschem Interesse“, sich an der nuklearen Strategie zu beteiligen und sinnvoll, dies zusammen mit Frankreich zu versuchen.


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