Sowohl in Dresden als auch in Erfurt fanden am Samstag antifaschistische Demonstrationen statt. Dabei kamen jeweils 3.000 beziehungsweise 18.000 TeilnehmerInnen zusammen.

In Erfurt hatte das Bündnis „Unteilbar“ unter dem Motto „#nichtmituns – Kein Pakt mit Faschist*innen: niemals und nirgendwo!“ zur Demonstration angerufen. Dem Aufruf schlossen sich unter anderem Fridays For Future und der DGB-Bundesvorstand an. Der Protest richtete sich gegen die Wahl des FDP-Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich mit Stimmen der AfD. Er war erst nach massivem Gegenwind zurückgetreten.

In Dresden fand zeitgleich der alljährliche „Trauermarsch“ in „Gedenken“ an die Bombardierung Dresdens vom 13. bis zum 15. Februar 1945 statt, zu dem unter anderem die NPD aufgerufen hatte. Zum 75. Jahrestag zogen in diesem Jahr rund 1.000 Nazis durch die Straßen Dresdens, auch aus Kroatien und Schweden.

Aufgrund einer größeren Blockade wurde die Polizei gezwungen, die Demo-Route derselben zu verlegen. Das konnte verhindern, dass die Nazis durch die Dresdner Altstadt zogen.
In diesem Jahr hatte die Polizei Gegenproteste in Hör- und Sichtweite zugelassen.
Zur Gegendemo hatte das Bündnis „Dresden Nazifrei“ aufgerufen. Dem folgten allein auf den Demozügen 3.000 TeilnehmerInnen sowie etliche Blockierende.