Vergangenes Jahr sind die Mieten in Deutschland um durchschnittlich 3,5 Prozent gestiegen. In Großstädten fiel der Anstieg sogar deutlich höher aus. Währenddessen wuchs der Reallohn nur um einen Prozent.

Im Jahr 2019 stiegen die Angebotsmieten um dreieinhalb Prozent. Das geht aus dem Frühjahrsgutachten des Branchenverbands „Zentraler Immobilien Ausschuss“ (ZIA) hervor. Dieser vertritt die Interessen von VermieterInnen.

Damit kostet ein Quadratmeter bei einer Wohnung von 60-80 Quadratmetern mit guter Ausstattung durchschnittlich 8,13 Euro pro Quadratmeter. Der Anstieg hat sich gegenüber dem Vorjahr damit leicht verlangsamt (um 3,8 Prozent).

In den sieben größten Städten Deutschlands steigen die Mieten derweil stärker an. Hier haben sich die Mietabgaben an die VermieterInnen seit 2010 um 19 bis sogar 60 Prozent erhöht.

Auch bei dem Kauf von Immobilien gibt es eine rasante Preissteigerung. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent, Häuser um 9,3 Prozent.

Währenddessen hält die Reallohnentwicklung mit den Mietsteigerungen nicht Schritt. So stiegen im letzten Jahr die Nominallöhne um 2,9 Prozent – abzüglich der 1,9% Inflation erhöhte sich der Reallohn also nur um 1 Prozent.