Allein in den letzten zwei Wochen des März haben in den USA rund 10 Millionen Menschen Arbeitslosengeld beantragt, das sind 6% aller Arbeitskräfte. Die Weltwirtschaftskrise von 2007/2008 wird damit schon jetzt weit in den Schatten gestellt. Für den April werden weitere 8 Millionen Neuanträge erwartet.

In den USA schnellt die Arbeitslosigkeit so stark in die Höhe wie nie zuvor. So haben in der Woche zwischen dem 15. und dem 21. März rund 3,3 Millionen AmerikanerInnen Arbeitslosengeld beantragt. In der darauf folgenden Woche vom 22. bis zum 28. März hat sich diese Zahl noch einmal auf 6,6 Millionen Menschen verdoppelt. Das sind zusammengenommen rund 10 Millionen Menschen, die schlagartig Unterstützung brauchen.

Dies dürfte nicht die tatsächliche Arbeitslosigkeit widerspiegeln. Die Zahl der Anträge wird sich voraussichtlich in diesem Monat um weitere Millionen steigen.

So gehen Ökonomen der Großbank von Goldman Sachs davon aus, dass im April weitere 9 Millionen AmerikanerInnen hinzukommen könnten. Insgesamt würde die Arbeitslosenquote um 12,5 Prozentpunkte steigen und das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 12,5% zurück gehen. Weitere Prognosen gehen davon aus, dass die Arbeitslosenquote auf insgesamt rund 30% steigen könnte.

In den USA hatte Präsident Donald Trump zuletzt angekündigt, die bisher verhängten Maßnahmen zum sozialen Abstand bis zum 30. April zu verlängern. Zuvor hatte er noch gesagt, er würde gerne Teile der Wirtschaft bis Ostern, dem 12. April, öffnen. Das Weiße Haus geht mittlerweile davon aus, dass in den USA zwischen 100.000 und 240.000 Menschen an dem neuartigen Coronavirus sterben könnten, da die Krankenhauskapazitäten nicht ausreichen.


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