Die Welthungerhilfe warnt vor einer „Hungerkatastrophe größten Ausmaßes“. Die Zahl der Menschen, die akut von Hunger bedroht sind, könnte sich in Folge der Krisen verdoppeln.

Die Welthungerhilfe hat vor dramatischen Folgen des weltweiten Shutdowns für die ärmsten Länder der Welt gewarnt. „Bleibt die internationale Staatengemeinschaft untätig, besteht die große Gefahr, dass das verhängnisvolle Zusammenspiel aus Corona-Pandemie, bewaffneten Konflikten und Klimawandel zu einer Hungerkatastrophe größten Ausmaßes führt“, so die Präsidentin der Hilfsorganisation, Marlehn Thieme.

Thieme warnt davor, dass in vielen Ländern der Welt ein Shutdown zur kompletten Vernichtung der Existenzgrundlage großer Teile der Bevölkerungen führt. Milliarden Menschen im globalen Süden sind darauf angewiesen, jeden Tag arbeiten zu gehen, um überleben zu können. Insbesondere die Schließung der nationalen Grenzen und Unterbrechung der Lieferketten wird hier zu einem großen Problem.

Hinzu kommen zahlreiche Kriege und bewaffnete Konflikte, die auch während der Coronakrise nicht pausieren. Ebenso wie die Folgen der Umweltkrise nicht. Hinzu kommt eine anhaltende Heuschreckenplage in einigen afrikanischen Ländern, die gigantische Lebensmittelressourcen vernichten.

Auch die mit der Coronakrise einhergehende gigantische Weltwirtschaftskrise wird insbesondere diejenigen Menschen besonders hart treffen, die eh schon kaum genug haben, um überleben zu können. Viele von ihnen werden dauerhaft ihre Arbeit und damit ihre Existenzgrundlage verlieren. Für sie können längere Ausgangssperren und „Lockdowns“ der Wirtschaft nicht nur den finanziellen Ruin bedeuten, sondern tödlich sein.


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