Die deutsche Wirtschaft ist im Zeitraum April bis Juni um 10,1 im Vergleich zum Vorquartal eingebrochen. So stark war der Einbruch noch nie, seitdem die Zahlen seit dem Jahr 1970 erhoben werden.

Das geht aus Zahlen des statistischen Bundesamts hervor. Demnach seien im zweiten Quartal des Jahres die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen erheblich eingebrochen. Ebenso die privaten Konsumausgaben und die Investitionen der Unternehmen in Ausrüstungen wie zum Beispiel Maschinen. Dem gegenüber stehen erhöhte Staatsausgaben.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückgang sogar noch stärker: hier sind es 11,7%. Selbst in der Weltwirtschaftskrise von 2008/2009 war der Einbruch nicht so rasant. Hier gab es im zweiten Quartal 2009 ein Minus von 7,9%.

Sowohl die Deutsche Bundesbank als auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung gehen derweil von einer wirtschaftlichen Erholung im zweiten Halbjahr aus. Diese Voraussagen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten. Denn derzeit müsen Unternehmen die Pleite sind dies noch nicht anzeigen. Damit ist das wahre Ausmaß der Krise noch garnicht bekannt. Für Oktober – wenn Insolvenzen wieder angezeigt werden müssen – wird deshalb eine Pleitewelle erwartet.

Insgesamt geht Bundesregierung jedoch für das Gesamtjahr von der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieges aus. So soll das Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr um 6,3 Prozent zurückgehen.


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