Der faschistische Unternehmer Daniel G. aus Cottbus weitet seine Aktivitäten offenbar auf die Nachbarstadt Burg im Spreewald aus. Lokale PolitikerInnen befürchten nun, die Stadt könne zu einem Szenetreffpunkt werden.

Wie zuerst die Berliner Morgenpost berichtete, hat der bekannte Cottbuser Faschist Daniel G. als Geschäftsführer einer im Februar gegründeten Firma die Gaststätte „Deutsches Haus“ in Burg erworben. Die wirtschaftliche Haushalt der Stadt basiert hauptsächlich auf Tourismus und Gastronomie. Das „Deutsche Haus“ soll Daniel G. im April erworben haben, schon im Mai an Christi Himmelfahrt trafen sich dort offenbar zahlreiche FaschistInnen und feierten zu rechtsextremer Musik.

Einen Kredit über 700.000 Euro hat dem rechten Unternehmer dabei offenbar die Sparkasse Spree-Neiße bewilligt. Gegenüber dem Tagesspiegel wollte sie sich jedoch nicht zu dem Thema äußern.

Daniel G. betreibt offenbar auch das Bio-Hotel „Kolonieschänke“, das er ebenfalls in Burg von Olaf Schöpe, dem Präsidenten des „Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands“ in Brandenburg, gepachtet hat. Dieser bestreitet jedoch, von Daniel G. neonazistischer Gesinnung gewusst zu haben.

Als Unternehmer ist Daniel G. kein unbeschriebenes Blatt. Zuvor war er schon an zahlreichen Kleidungsgeschäften beteiligt – neben Cottbus in Berlin und Kühlungsborn. Unter anderem war er Inhaber des Ladens „Blickfang“ in Cottbus, wo in der rechten Szene beliebte Kleidung unter anderem von Label 23 vertrieben wurde.

Auch dieses Geschäft wurde am 10. April 2019 vom LKA im Rahmen eines Ermittlungsverfahren gegen die mit der Naziszene verwachsene organisierte Kriminalität in Brandenburg durchsucht. Daniel G. ist einer der 19 Verdächtigen.


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