Ein Bündnis verschiedener antikapitalistischer Organisationen ruft für den kommenden Samstag zu bundesweiten Aktionen unter dem Motto #NichtaufunseremRücken auf. Sie wollen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Schultern der ArbeiterInnen protestieren. In über 15 Städten finden bereits Aktionen statt und die Mobilisierung läuft vor Betrieben mit kreativen Aktionen und in sozialen Medien.

Täglich gibt es neue Meldungen über Entlassungen und Stellenabbau, bei gleichzeitigen Hilfsgelder für große Konzerne in Milliardenhöhe. Ökonomen fordern sinkende Löhne. Das Bündnis „#NichtaufunseremRücken“ warnt deshalb davor, dass die Krise auf den Schultern der Beschäftigten ausgetragen wird.

Für den 18.7. hat es deshalb zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Über ein dutzend Städte in allen Himmelsrichtungen haben sich bereits angeschlossen. Und es wird kräftig mobilisiert:

In Stuttgart macht ein Video auf den Aktionstag aufmerksam, in dem verschiedene Kräfte sozialer Bewegungen vor Ort zu Wort kommen.

In Freiburg können PassantInnen auf eine Tafel schreiben, was sie mit 1.200 Milliarden anfangen würden, anstatt diese „an Konzerne zu verschenken“.

In mehreren Städten wurden Filialen von Galeria Kaufhof/Karstadt besucht, die geschlossen werden sollen. Ein einem Aufruf des Bündnisses heißt es dazu, dass der Haupteigentümer René Benko mit seinem Privatvermögen haften solle, um die Stellen zu erhalten.

Die Proteste haben das Ziel, verschiedenste Berufsgruppen zusammenzubringen. So heißt es in einem Aufruf: „Wir, ArbeiterInnen, Angestellte, Pflegekräfte, ErzieherInnen und VerkäuferInnen, halten den Laden am Laufen. Und nur wir können dafür sorgen, dass diese Krise nicht schon wieder auf unserem Rücken ausgetragen wird!“


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