Teile der Friedensbewegung rufen auf zu Aktionen zivilen Ungehorsams vor den Werken von Kraus-Maffei Wegmann und Rheinmetall in Kassel am 28. August.

Auf der Webseite der Initiative „Rheinmetall entwaffnen“  findet sich ein Aufruf für den 28. August unter dem Motto „Gemeinsam blockieren wir Rüstungsindustrie“. Neben massenhaften Blockaden der Rüstungswerke ab den frühen Morgenstunden mobilisieren die AktivistInnen auch zu einer Kundgebung ab 10 Uhr auf dem Lutherplatz in Kassel und zu einer Demonstration, die um 16 Uhr auf dem Halitplatz beginnt.

Im Aufruf heißt es: „Wir wissen, dass die Kriege auch hier beginnen, hier in Kassel in den Produktionshallen von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Wir blockieren diese Konzerne, weil wir den Krieg angreifen, den Nachschub kappen und die Kriegsmaschine lahmlegen wollen.“

AktivistInnen aus der Initiative hatten auch am 28. Mai 2019 die Aktionärsversammlung von Rheinmetall im Berliner Maritim Hotel gestürmt, um gegen den Export von Waffen an die Türkei und ihren anhaltenden Krieg gegen die kurdische Bevölkerung zu protestieren. Für diese Aktion stehen die AktivistInnen nun am Amtsgericht Tiergarten vor Gericht und müssen sich wegen Hausfriedensbruchs verantworten.

An der Initiative beteiligen sich Mitglieder der Linkspartei und der Grünen, GewerkschafterInnen wie auch Teile der politischen Widerstandsbewegung. Grundlage ist die gemeinsame Überzeugung, dass es notwendig sei, noch mehr gegen die Rüstungsindustrie zu tun als ’nur‘ zu demonstrieren.


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