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Samstag, März 2, 2024
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    Mindestens 17.000 Menschen rufen in Berlin Ende der Pandemie aus

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    Gestern riefen insbesondere rechte, AfD-nahe Personen zum “Tag der Freiheit” in Berlin auf. Gemeinsam wolle man die Pandemie für beendet erklären und sich gegen die “Corona-Diktatur” auflehnen. Dem Aufruf folgte eine breite und diverse Masse an Menschen, doch die tatsächliche Kritik an Maßnahmen blieb aus.

    Die Anmelder rechneten mit 10.000 TeilnehmerInnen, die Polizei spricht von 17.000 TeilnehmerInnen. Die Veranstalter hingegen berichten, 1,3 Millionen Menschen am “Tag der Freiheit” auf den Straßen Berlins gezählt zu haben. Der Verantwortliche löste die Kundgebung jedoch auf, nachdem gegen ihn Anzeige erhoben wurde, weil er die Hygieneregeln nicht durchgesetzt hatte. Die TeilnehmerInnen zogen daraufhin zum Brandenburger Tor, wo ebenfalls eine Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen angemeldet war.

    Gegen 17 Uhr twitterte die Berliner Polizei, dass sie die Veranstaltung auflöse, da weder Mund-Nase-Bedeckungen getragen noch ein Mindestabstand durchgesetzt würden. Vor Ort räumten sie die Bühne, jedoch nicht den Platz. Dem Aufruf, gemeinsam zu den Reichstagswiesen zu ziehen, folgten nur wenige, gegen 17:40 trug die Polizei letzte DemonstrantInnen von der Bühne.

    Breites Spektrum der TeilnehmerInnen – rechte Redner

    Der Spiegel berichtet unter der Überschrift “Reggae und Pegida” über das breite Spektrum der DemonstrationsteilnehmerInnen. Tatsächlich protestierten ImpfgegnerInnen neben Menschen, die sich um Bildungsgerechtigkeit sorgen, antisemtische VerschwörerInnen neben “Love Wins”-DemonstrantInnen.

    Unabhängig davon, wie links die Teilnehmenden sich zu erkennen gaben, mit den Pegida- und Reichskriegsflaggen hatten ebenso wenige ein Problem wie mit den Schildern, auf denen Maskenpflicht und Judensterne im Hitlerfaschismus verglichen wurden.

    Das machten sich die RednerInnen auf den Lautsprecherwagen zunutze. Unter anderem Michael Ballweg, Initiator der “Querdenken”-Bewegung aus Stuttgart, lobte die Naturverbundenheit und Liebe unter sogenannten “Aussteigern”.

    Hauptredner der Kundgebung war Thorsten Schulte. Er ist auch gern geladener Redner auf AfD-Veranstaltungen. Mit der AfD verbindet ihn außerdem, dass er 2016 gemeinsam mit Bernd Lucke den Verein „Pro Bargeld – Pro Freiheit e.V.” gründete. Auch er stimmte in den esoterischen Tonfall ein und sprach die HörerInnen als “Kinder des Lichts” an.

    “Grundrechte?” “Eingeschränkt!”

    Die angekündigte Kritik an den Maßnahmen der Bundesregierung blieb allerdings aus. Vielfach forderten RednerInnen den Rücktritt aller Regierungsmitglieder. Kritik an konkreten Maßnahmen, abgesehen von der Maskentragepflicht, war nicht zu hören. Stattdessen wurden die Grundrechte von einem Lautsprecherwagen verlesen, nach jedem Artikel antwortete die Menge mit “Eingeschränkt!”.

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