In allen Bundesländern bereiten sich die Schulen zur Zeit auf die Rückkehr zum Schulalltag unter Corona-Bedingungen vor. Einheitliche bundesweite Regelungen wird es nicht geben. Die Schulen wollen jedoch mit Einschränkungen wieder zum Präsenzbetrieb zurückkehren.

Die SchülerInnen in Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten, für die nun die Sommerferien zuende gehen, und die heute in das neue Schuljahr starten. An vielen Schulen ist jedoch noch nicht klar, wie genau der Schulstart unter Corona-Bedingungen gelingen soll.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert grundsätzlich eine Maskenpflicht in Schulgebäuden. Es sei zwar nachvollziehbar, „wenn Länder auf Abstandsregeln in den Schulen verzichten wollen, weil die räumlichen Bedingungen ansonsten nur eingeschränkt Präsenzunterricht zulassen würden. Dennoch wird der Präsenzunterricht nur dann funktionieren können, wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten werden“, so Karliczek.

Viele LehrerInnen schauen zur Zeit mit starken Bedenken auf den Start ins neue Schuljahr, insbesondere mit Blick auf die zur Zeit steigenden Infektionszahlen und die wachsende Sorglosigkeit in immer größeren Teilen der Bevölkerung.

Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. Sie soll jedoch nicht im Unterricht gelten. In anderen Ländern wie Nordrhein-Westfalen hat das Bildungsministerium eine Maskenpflicht für alle weiterführenden Schulen auch während dem Unterricht beschlossen oder – wie in Hessen und Sachsen – allein im Ermessen der einzelnen Schulen liegen.

Fest steht jedoch schon jetzt, dass es auch im neuen Schuljahr weiterhin eine Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht geben wird. Dies gilt insbesondere für den Unterricht von älteren bzw. vorerkrankten LehrerInnen. Auch dürften Schulen ihren Unterricht wegen Infektionen in der SchülerInnenschaft oder im Kollegium immer wieder unterbrechen müssen.


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