Am Freitag haben in NRW an mehren Dutzend Orten Aktionen der Bewegung „Fridays for Future“ stattgefunden. In etwa fünf Städten gab es auch Proteste während der Schulzeit. Die Klimaschützer forderten vielerorts dazu, auf „fürs Klima zu wählen“.

Am gestrigen Freitag hat die Bewegung für Klimagerechtigkeit „Fridays for Future“ dezentrale Aktionen durchgeführt.

Vor dem Schloss in Münster kamen etwa 1.200 Menschen zusammen. In Köln waren es mehrere hundert Personen, die durch die Innenstadt zogen. Rund 100 UnterstützerInnen von „Fridays For Future“ stiegen am Mittag aufs Rad, um bis nach Berlin zu fahren. In 13 Tagesetappen fahren die Teilnehmenden quer durch Deutschland, im Schnitt 60 Kilometer pro Tag, genau 700 Kilometer insgesamt. Am 18. September 2020 wollen sie dort ankommen.

Auch in Essen, Bochum, Neuss und Oberhausen fanden die Proteste während der Schulzeit statt. Diese Methode der Schulstreiks soll eine besondere Aufmerksamkeit auf die Anliegen der SchülerInnen ziehen.

Neben weiteren größeren Städten wie Dortmund und Düsseldorf gab es auch Versammlungen in kleineren Orten wie Werther, Versmold, Wülfrath, Haan oder Gronau.

Der Zeitpunkt der Aktionen wie auch das NRW-weite Motto „#NRWwähltKlima“ sind eng mit der kommenden Kommunalwahl am 13. September verbunden. So erklärte Sophia Kegel von Fridays for Future in Münster: „Man stolpert alle zehn Meter über einen Stand von irgendeiner Partei. Da finden wir es total wichtig, dass wir auch dabei sind und die Leute daran erinnern, für das Klima zu wählen.“

Diese klare Orientierung auf die Wahlen dürfte nicht jeder FFF-AktivistIn gefallen. Schon zur EU-Wahl vergangenen Jahres gab die antikapitalistische Plattform bei FFF, „Change for Future“ eine Erklärung heraus, in der die Vereinnahmung der Bewegung durch Funktionäre der Partei „die Grünen“ kritisiert wurde.


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