Durch die Wirtschafts- und Coronakrise sind auch kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland unter starken Druck geraten. Laut einer Studie sind mehr als 1,1 Millionen Stellen bedroht.

Einer Studie der staatlichen Förderbank KfW zufolge könnte es im laufenden Jahr dazu kommen, dass über 1,1 Millionen Jobs in kleinen und mittleren Unternehmen gestrichen werden. Dazu gehören diejenigen Unternehmen, die maximal 250 Mitarbeiter:innen haben und maximal 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr machen.

Hier gehen die Firmen davon aus, jeden fünften Arbeitsplatz zu vernichten. Bisher sind es bereits 600.000 Jobs und es könnten noch 500.000 dazukommen. Grund seien die Pandemie und der damit verbundene Druck, Kosten zu senken.

Stellenstreichungen seien bei 16% der Mittelständler notwendig, wohingegen zwei Drittel angaben, die Beschäftigungsverhältnisse auf dem Niveau vor der Pandemie belassen zu wollen.

Investitionsrückgang zeichnet sich ab

Laut der KfW würde zusätzlich zu den Umsatzeinbußen auch die Investitionsbereitschaft der Firmen sinken. „Vorsicht und Zurückhaltung“ könnten die Handlungsweise vieler Unternehmen bestimmen. Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Coronakrise umfassten laut den mittelständischen Unternehmen Umsatzeinbußen von ungefähr 545 Milliarden Euro, was einem Minus von 12% entspricht. Mehr als die Hälfte der Firmen rechnen mit einem Rückgang.

Gleichzeitig hätte sich schon jede dritte Firma auf weitere Folgen der Krise eingestellt: Finanziell seien sie auf einen kommenden Lockdown vorbereitet. Ebenfalls rund 28% könnten für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten noch vermutlich auf ihre finanziellen Reserven zugreifen.


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