Wie der Aufsichtsrat des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) beschlossen hat, werden die Tickets im kommenden Jahr im gesamten Tarifgebiet teurer werden. Erst zu Beginn diesen Jahres hatte es eine Fahrpreiserhöhung gegeben, die scharf kritisiert wurde.

Auch 2021 wird es in Berlin und Brandenburg wieder kostspieliger, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Am Mittwochmittag sei demnach vom VBB-Aufsichtsrat eine Preiserhöhung von durchschnittlich 1,9 Prozent im gesamten Verbund-Gebiet beschlossen worden, wie das Unternehmen mitteilte. Begründet wird dieser Schritt mit „der Preisentwicklung der Lebenshaltungs-, Strom- und Kraftstoffpreise der vergangenen 60 Monate“ – und das, obwohl wir in einer der schwersten Wirtschaftskrisen in der Geschichte des Kapitalismus stehen.
Außerdem seien bei allen 37 Unternehmen des VBB-Tarifgebietes die Betriebs- und Personalkosten gestiegen.

Konkret sind von dem Anstieg vor allem Tages- und Einzelfahrkarten betroffen. So wird der Preis eines Einzeltickets in Berlin und Potsdam von 2,90 Euro auf 3 Euro ansteigen. In Brandenburg (Havel), Cottbus und Frankfurt (Oder) wird er zum Jahresbeginn 2021 von 1,80 Euro auf 1,90 Euro steigen.
Auch das Kurzstreckenticket in Berlin wird teurer und in Zukunft 2 Euro kosten, die 4-Fahrten-Tickets 9,40 Euro und ermäßigt immerhin noch 6 Euro.

Von den Abo-Tickets ist zynischerweise lediglich das Senioren-Ticket betroffen. Dieses wird in Zukunft 624 Euro kosten statt zuvor 612 Euro.

Erst zu Beginn des Jahres 2020 waren die Fahrpreise in Berlin und Brandenburg gestiegen. Schon damals wurden sie zuvorderst von antikapitalistischen AktivistInnen stark kritisiert, da sich die ohnehin schon teuren Fahrkarten jetzt erst recht nur wenige Menschen leisten könnten.


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