Polizei findet nach einer Razzia in Bayern und Baden-Württemberg Waffen, Sprengstoff und Nazi-Gegenstände, die ganze LKW füllen.

Am Donnerstagmorgen, 15. Oktober 2020, durchsuchten 400 Polizistinnen und Polizisten des Polizeipräsidiums Ulm und der Bundeskriminalämter der Länder Baden-Württemberg und Bayern insgesamt siebzehn Wohnungen und ein Waldstück.

Neunzehn Personen werden beschuldigt, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Nach einem Hinweis, dass sich bewaffnete Personen in Wehrmachtsuniformen in einem Haus westlich von München (Landkreis Biberach) getroffen haben sollen, wurden Ermittlungen aufgenommen.

Faschist:innen unter Waffen

Die Frauen und Männer, 27 bis 77 Jahre alt, kamen mutmaßlich in Naziuniformen in einem Waldstück zusammen und sollen dort Kriegsszenarien durchgeführt haben. Auf ihren Uniformen sollen sie verfassungsfeindliche Symbole getragen haben.

Beschlagnahmt wurden Computer, Waffen, Munition, Uniformteile, Fahrzeuge und die verfassungsfeindlichen Symbole. Neben Granaten wurden auch Betäubungsmittel sichergestellt.

Laut der Meldung der Polizei seien es so viele Waffen gewesen, dass mehre LKW zum Abtransport notwendig gewesen seien. Keine/r der Tatverdächtigen befindet sich in Untersuchungshaft; alle Personen wurden freigelassen.


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