Dass Schichtarbeit der Gesundheit schadet, ist nichts Neues – weder in der Wissenschaft, noch für die Arbeiter:innen, die in Schichten arbeiten müssen. Eine neue Studie belegt nun einen Zusammenhang zwischen Asthma und Schichtarbeit.

Schichtarbeit wirkt sich nicht nur auf Familie und das soziale Leben aus, sondern kann auch zu vielen chronischen Krankheiten führen. Eine große Studie – veröffentlicht in Thorax in BMJ Journals – hat nun festgestellt, dass Schichtarbeiter:innen ein erhöhtes Risiko für mittelschweres bis schweres Asthma haben. Das gilt insbesondere für diejenigen, die permanent in Nachtschicht arbeiten.

Laut der Studie arbeitet etwa jede:r fünfte Arbeiter:in in den Industrieländern in permanenten oder rotierenden Nachtschichten.

Die Forscher der Universität von Manchester in Großbritannien wollten herausfinden, ob Schichtarbeit auch mit einem erhöhten Asthma-Risiko und dessen Schweregrad verbunden sein könnte.

Sie analysierten dafür medizinische, Lebensstil- und Beschäftigungsinformationen, die zwischen 2007 und 2010 von 286.825 Teilnehmern von der der britischen „Biobank“ bereitgestellt wurden.

Dabei stellte die Studie eine 36-prozentige Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für mittelschweres bis schweres Asthma bei Nachtschichtarbeitern fest im Vergleich zu normalen Bürozeiten.

Schichtarbeiter hätten demnach auch ein höheres Risiko für Asthma-Symptome wie Keuchen und Atemwegspfeifen sowie eine schlechtere Lungenfunktion. Schichtarbeit führt zu einer biologischen Fehlausrichtung zwischen der internen Tageszeit und dem externen Hell-/Dunkel-Zyklus und ist darüber hinaus auch mit Stoffwechselstörungen und Krebs verbunden.


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