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Dienstag, April 23, 2024
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    Party bei Cottbuser AfD-Politikerin sorgt für Polizeieinsatz

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    In der Nacht zum Sonntag wurde in Cottbus eine „Corona-Party“ durch die Polizei aufgelöst, dabei wurde einer der Beamten angegriffen. Laut Medienberichten soll die AfD-Politikerin Monique Buder Initiatorin der Feier gewesen sein.

    Am Weihnachtswochenende wurde in Cottbus eine Party durch Polizeibeamt:innen aufgelöst. Dies bringt nun vor allem die lokale Brandenburger AfD in Erklärungsnot, denn einem Bericht der Lausitzer Rundschau zufolge soll die Feier in der Wohnung der Cottbuser AfD-Stadtverordneten Monique Buder stattgefunden haben.

    Nach Polizeiangaben wurden neun Personen im Alter von 18 bis 46 Jahren angetroffen, darunter soll laut Medienberichten außer Buders Bruder auch ihr AfD-Kollege Daniel Freiherr von Lützow gewesen sein. Gegenwärtig sind in Brandenburg maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt.

    In der Wohnung im Cottbuser Stadtzentrum soll in der Nacht zum Sonntag lautstark gefeiert worden sein, außerdem wurden vermutlich Feuerwerkskörper aus den Fenstern heraus gezündet. Daraufhin wurde die Cottbuser Polizei gegen 1.30 Uhr zur Wohnung gerufen.

    Während des Einsatzes wurde den Angaben zufolge einer der Beamten von einem der Partygäste attackiert. Der 35-Jährige soll den Beamten zu Boden gerissen, sich auf ihn gekniet und gewürgt haben. Daraufhin setzte die Polizei Pfefferspray ein. Auch die 33 Jahre alte Wohnungsinhaberin soll sich im Laufe des Einsatzes „aggressiv“ verhalten haben, außerdem weigerte sie sich ihre Identität preis zugeben. Ihre Identität und die der anderen Besucher wurden zu einem späteren Zeitpunkt durch die Polizei festgestellt.

    Die Wohnungsinhaberin und der Angreifer wurden durch die Beamten in Gewahrsam genommen. Atem-Alkoholtests ergaben Werte von 1,58 und 1,77 Promille. Bei der festgenommenen Frau soll es sich der „Lausitzer Rundschau“ zufolge um die AfD-Stadtverordnete Monique Buder handeln.

    Buder erlangte bereits früher zweifelhafte Bekanntheit durch ihre Teilnahme an Veranstaltungen des vom Verfassungsschutz beobachteten rechten Vereins „Zukunft Heimat“. In jüngerer Vergangenheit hat sie außerdem an „Querdenker“-Demonstrationen teilgenommen und selbst mehrere „Anti-Corona“-Demonstrationen veranstaltet.

    Die Anzeigen des Abends lauten: Widerstand, tätlicher Angriff auf die Polizei und Verstöße gegen die Corona-Eindämmungsverordnung.

    Auf Anfrage der Lausitzer Rundschau stritt Bruder den Polizeieinsatz nicht ab, wollte sich jedoch nicht näher dazu äußern. „Nein, ich glaube, ich gebe dazu besser keinen Kommentar ab, denn im Zweifel wird immer alles gegen einen verwendet“, zitiert die Rundschau Buder.

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