Eine neue Studie zeigt: 50 Jahre Steuersenkungen für reiche Menschen nützen nicht der Gemeinschaft, sondern nur den reichen Individuen. Es wurden nicht deutlich mehr Wohlstand für alle oder Arbeitsplätze geschaffen.

Das geht aus einer Untersuchung hervor, die unter der Leitung von David Hope von der London School of Economics und Julian Limberg vom King’s College London erstellt wurde.

Demnach kamen Steuersenkungen für Reiche in den letzten 50 Jahren nur den direkt Betroffenen wirklich zugute und trugen wenig zur Förderung von Arbeitsplätzen oder Wachstum bei.

Die Autoren verwendeten unterschiedliche Daten zu Abgaben auf Einkommen, Kapital und Vermögen aus 18 OECD-Ländern, einschließlich den USA und Großbritannien für den Zeitraum 1965-2015.

„Die politischen Entscheidungsträger sollten sich keine Sorgen machen, dass die Erhöhung der Steuern für die Reichen zur Finanzierung der finanziellen Kosten der Pandemie ihren Volkswirtschaften schaden wird“, erklärte deshalb Hope in einem Interview.

Die Studie erscheint zu der Zeit, wo weltweit, aber auch in Großbritannien eine Debatte über die Kosten der Krise entstanden ist. So hatte kürzlich die „Wealth Tax Commission“, die britische Vermögenssteuerkommission, eine einmalige 5-prozentige Vermögenssteuer vorgeschlagen, die etwa 8 Millionen Einwohner:innen betreffen würde.


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