Die Schäden durch Naturkatastrophen und Extremwetterlagen haben 2020 enorm zugenommen. Vor allem Stürme, Waldbrände und Überschwemmungen sind Ursachen für gestiegene Sachschäden.

Im Nordatlantik sind seit der Wetteraufzeichnung im Jahre 1980 die meisten Stürme registriert worden. Waldbrände, Stürme und Gewitter sind es in den USA und Überschwemmungen in China, die die Versicherungssummen in die Höhe treiben.

Die Schäden beliefen sich 2020 weltweit auf 210 Milliarden Dollar, von denen nur 82 Milliarden versichert waren. Neben 2016 war 2020 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Laut der Rückversicherungsgesellschaft „Munich Re“ muss man für das Kalenderjahr 2021 mit noch mehr Sachschäden im Bereich der Naturkatastrophen rechnen. Durch den Anstieg der Treibhausgase und der damit verbundenen Erderwärmung steige das Risiko vermehrter Naturkatastrophen.

Verbesserte Frühwarnsysteme

Trotz vermehrter Schäden seien die Zahlen der Toten gesunken. Im vergangenen Jahr seien im Zusammenhang mit Extremwetterlagen 8.200 Menschen ums Leben gekommen. Verbesserte Frühwarnsysteme und die sozialen Netzwerke hätten dafür gesorgt, diese Zahlen zu mindern. Stürme und Sturmfluten seien so im Hinblick auf die Opferzahlen besser kontrollierbar.

Die größten Leidtragenden sind die USA und China. In China sind es vor allem Überschwemmungen, die Schäden in Höhe 17 Milliarden Dollar hinterließen. Europa hatte mit Starkregen und Sturmfluten zu kämpfen. Hier lagen die Schäden bei einer Summe von rund 12 Milliarden Euro.


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