Der Lausitz könnte es künftig, in Folge des Kohleausstiegs, an Wasser mangeln – sogar die Trinkwasserversorgung Berlins sei gefährdet. Wer die Kosten dafür trägt, ist noch unklar. Das Umweltbundesamt beauftragte eine Tochter des Kohleunternehmens „LEAG“, den Schaden zu beurteilen.

Es ist noch zu untersuchen, in welchem Maß der Kohleausstieg den Wasserhaushalt in der Lausitz beeinflussen wird. Mit Wasserknappheit ist aber aus zwei Gründen zu rechnen: Sobald das Wasser nicht mehr zum Bau aus den Kohlegruben gepumpt wird, sinkt der Pegel in umliegenden Gewässern.

Und zur „Renaturierung“ wird in der Regel Flusswasser genutzt. So entstand bereits die Lausitzer Seenlandschaft. Einen alternativen Plan zur Renaturierung, als die riesigen Krater mit Wasser zu füllen, gibt es bisher nicht – das, obwohl noch nicht klar ist, wo die Milliarden Kubikmeter an Wasser herkommen sollen.

Der Auftrag, Daten zur Wassersituation in der Lausitz zu sammeln, ging nun ausgerechnet an die „GMB GmbH“, eine Tochterfirma des Kohleunternehmens LEAG. Sie sollen ein Instrument entwickeln, mit dem vorhergesagt werden kann, wo welche Menge Wasser fehlen wird. Eine Gefahr wäre das Trockenfallen der Spree, saubere Prognosen sollen dieses Risiko eindämmen.

Wer die Kosten dafür tragen soll, ist unklar. Die Bundesregierung beschreibt die Studie als diejenige, die den „Umfang der nicht von den Tagebaubetreibern zu leistenden wasserwirtschaftlichen Maßnahmen“ ermittelt. Aber es gibt auch die Kritik, dass die LEAG womöglich selbst berechnen und mitentscheiden kann, welchen Anteil sie an den Folgekosten übernimmt.


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