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Dienstag, Juni 18, 2024
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    Mehr als eine Million Tote durch Naturkatastrophen

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    Stürme, Dürren, Überschwemmungen und extreme Temperaturen haben in den vergangenen 50 Jahren mehr als einer Million Menschen das Leben gekostet. Die Zahlen dürften tendenziell schneller steigen.

    Wie die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf bekannt gab, sind in den vergangenen 50 Jahren mehr als eine Million Menschen an den Folgen von Naturkatastrophen gestorben. Dies geht aus einer Auswertung von Daten aus den Jahren 1970 bis 2019 hervor. Die WMO ist Teil der Vereinten Nationen.

    Allein durch Dürren sollen den Daten zufolge mehr als 650.000 Menschen zu Tode gekommen sein. In Folge von Stürmen zählt die Organisation 577.232 Tote. Durch Überschwemmungen seien 58.700 und durch extreme Temperaturen 55.736 Menschen umgekommen. Genauere Angaben zu den Zahlen will die Organisation in ihrer im September erscheinenden Publikation (Atlas of Mortality and Economic Loss from Weather, Climate and Water Extremes) zum Thema machen.

    Zunehmende Katastrophen durch Klimawandel

    Die Autor:innen der Studie machen besonders darauf aufmerksam, dass die Naturkatastrophen zunehmen und immer stärker durch die Erderwärmung und den zunehmenden Klimawandel geprägt sein werden.

    „Wetter-, klima- und wasserbedingte Gefahren nehmen als Folge des Klimawandels an Häufigkeit und Intensität zu. Die sintflutartigen Regenfälle und verheerenden Überschwemmungen sowie der Verlust von Menschenleben in Mitteleuropa und China in der vergangenen Woche haben die tragischen menschlichen und wirtschaftlichen Folgen aufgezeigt“, so WMO-Generalsekretär Prof. Petteri Taalas.

    Durch den Klimawandel seien allein Hitzewellen mindestens 150-mal wahrscheinlicher als in vergangenen Zeitperioden. „Aber auch Starkregenereignisse tragen zunehmend den Fußabdruck des Klimawandels. Wenn die Atmosphäre wärmer wird, enthält sie mehr Feuchtigkeit, was bedeutet, dass es bei Stürmen mehr regnet, was das Risiko von Überschwemmungen erhöht“, sagte Prof. Taalas.

    Massiver Wirtschaftlicher Schaden

    Auszüge aus dem Bericht zeigen, dass Überschwemmungen und Stürme mit 377,5 Milliarden US-Dollar zu den größten Schäden in Europa in den letzten 50 Jahren führten. Das Hochwasser in Deutschland im Jahr 2002 verursachte Schäden in Höhe von 16,48 Milliarden US-Dollar, was im untersuchten Zeitraum das teuerste Einzelereignis in Europa darstellt.

    Auf dem ganzen Kontinent führten insgesamt 1.672 registrierte Katastrophen zu fast 160.000 Toten und zu 476,5 Milliarden US-Dollar an wirtschaftlichen Schäden.

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