Ein Faschist hat am Samstag in Isar-Oberstein den jungen Arbeiter Alexander W. in einer Tankstelle mit einem Kopfschuss hingerichtet, weil dieser ihn auf die Maskenpflicht im Laden hinwies. Der Polizei fand den Täter nicht, dieser stellte sich selbst am Sonntag morgen.

Am Samstag hat ein 49-jähriger Mann mit faschistischer Gesinnung den 20-jährigen Arbeiter und Studenten Alexander W. In einer Tankstelle erschossen. W. jobbte in der Tankstelle um sich seinen Führerschein zu finanzieren.

Nach bisherigen Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft soll der Schütze zunächst gegen 19:45 Uhr die Tankstelle betreten haben, um dort einzukaufen. Weil er keine Mund-Nasen-Bedeckung trug, habe es eine kurze Diskussion mit dem Kassierer W. gegeben, dem späteren Opfer der Tat. Daraufhin verließ der Tatverdächtige die Tankstelle.

Gegen 21:25 betrat der Tatverdächtige erneut die Tankstelle, diesmal mit angelegter Mund-Nasen-Bedeckung. Als er an der Kasse war, zog er die Maske herunter und es kam erneut zu einem kurzen Wortwechsel. Schließlich zog er einen Revolver aus der Hosentasche und gab einen tödlichen Schuss auf den Kopf von Alexander W. ab. Anschließend flüchtete er zu Fuß.

Es kam zu einer Fahndung bei der auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurde und das Bild veröffentlicht wurde, die jedoch zu keinen Ergebnissen führte.

Am nächsten morgen stellte sich dann der 49-jährige in Begleitung einer Frau, wo er festgenommen wurde. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler die Tatwaffe sowie weitere Schusswaffen und Munition. Die Herkunft der Waffen muss noch geklärt werden. Es ist jedoch klar, dass er sie sich diese illegal beschafft haben muss, da er keinen Waffenschein besitzt. Offenbar hatte er das Schießen bei der Bundeswehr gelernt.

Laut ersten Angaben der Polizei „handelte der Tatverdächtige aus Ärger über die Zurückweisung bei seinem ersten Besuch in der Tankstelle und die Aufforderung des Kassierers, eine Mund-Nasen-Bedeckung anzulegen. Weiterhin hat er in seiner Vernehmung angegeben, die Corona-Schutzmaßnahmen abzulehnen.“

Faschistische Gesinnung

Einen rechten Hintergrund gab die Polizei damit in ihrer ersten Stellungsnahme nicht an. Dabei ist mittlerweile der mutmaßliche Twitter-Account des Schützen verifiziert worden – dieser zeigt klar seine Gesinnung die von der Neuen Rechten beeinflusst ist.

  • so teilte und retweetete er im Jahr 2019 besonders oft die Accounts der AfD-nahen Zeitung „junge Freiheit“, des Deutschlandkuriers oder des rechten EX-Geheimdienst-Chef Hans-Georg-Maaßen.
  • Zudem erklärt er dass er sich auf den kommenden „Krieg“ freue. „Ich freue mich auf den nächsten Krieg. Ja, das mag sich jetzt destruktiv anhören, aber wir kommen aus dieser Spirale einfach nicht raus“, schrieb der Schütze im September 2019 auf Twitter.

In der Nachbarschaft von Alexander in Idar-Oberstein haben sich derweil spontan Menschen organisiert um seine Familie zu unterstützen. Auf Twitter trendet zudem der Hashtag #RIPAlex.


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