Seit den 1950ern hat sich die Anzahl der Hitzetage verdreifacht. Pro Jahrzehnt kamen im Bundesdurchschnitt 2,3 Hitzetage hinzu. Seit Beginn der Wetteraufzeichnung ist die mittlere Temperatur um 1,6 Grad Celsius gestiegen. Das hat schon jetzt verheerende Folgen.

Ab einer Temperatur von 30 Grad Celsius nennen Meteorolog:innen einen Tag „Hitzetag“. Eine Studie des „Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft“ (GDV) gibt nun detailliert Aufschluss darüber, wie sich die Hitzetage seit den 1950ern entwickelt haben. Für die Versicherungen ist das deswegen interessant, weil auch die Wetterkatastrophen, die versichert werden, bereits immer mehr zunehmen.

Bundesweit wurden im Schnitt 11,1 Hitzetage in den vergangenen Jahren gezählt. Das sind drei Mal so viele wie in den 1950er Jahren. In Rheinland-Pfalz gab es mit 23 Hitzetagen gleich 14 Hitzetage mehr als noch in den 1950ern.

Besonders rapide nehmen die Hitzetage seit den 1980ern zu.

Die Hitze verursacht bereits jetzt deutliche Schäden: Die Gefahren für Dürren, Waldbrände und auch Hitzetote steigen. Auch Wetterextreme wie Hochwasser und Starkregen nehmen zu.

Besonders gefährdet ist der Osten Deutschlands sowie das Rheintal. Im Norden und Westen wirke die Nähe zum Meer bremsend.


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